Zurück in Auckland, wo alles seinen Anfang nahm, nun schließt sich der Kreis.
Wir haben uns mit drei anderen aus unserer Anfangsgruppe hier wieder getroffen, mit denen wir unsere Geschichten austauschten. Total interessant, wie jeder seine eigenen Erlebnisse hat und wie verschieden doch alle die 6 Monate verbracht haben. Hoffentlich sieht man sich wieder!
Von Auckland aus haben wir einen Bus hoch ins Northland genommen, in die schöne Bay of Island um dort unsere letzten Tage zu verbringen.
Ohne Auto ist es um einiges schwieriger sich die Gegend anzuschauen, also machten wir einen Tagesausflug mit den Fahrrädern ins 17km entfernte Kawakawa zu den bekannten Hundertwasser-Toiletten.
Sehr cool, aber seht selbst:
An einem der nächsten Tage ging es nach Waitangi, wo 1840 der "Vertrag von Waitangi" zwischen Maori und der britischen Krone unterzeichnet wurde. Der machte Neuseeland zu einer britischen Kolonie, während den Maori die Herrschaft über ihr Land und ihre Kultur garantiert wurde. Der Vertrag wird als Gründungsdokument Neuseelands betrachtet.
Gestern ging es auch schon wieder zurück nach Auckland, am Donnerstag Abend geht bereits unser Flug nach Dubai, wo wir zum Abschluss noch eine Woche verbringen werden.
Einerseits blicken wir wehmütig auf unsere vielen, schönen Erlebnisse zurück, es kann doch nicht sein, dass jetzt alles schon fast vorbei ist. Aber andererseits freuen wir uns unheimlich auf zu Hause, auf Familie und Freunde, denn sechseinhalb Monate sind wirklich eine lange Zeit.
Jetzt gilt es noch letzte Erledigungen zu machen, das Bankkonto zu schließen, Souvenirs zu besorgen und noch einmal die Luft Neuseelands genießen, bevor unser Abenteuer hier auf der anderen Seite der Welt zu Ende geht.
Es war eine so schöne Zeit!
In Queenstown haben wir zehn schöne Tage verbracht, die Stadt hat einiges zu bieten, unser persönliches Highlight war der bekannte „Fergburger“, bei dem wir uns zweimal einen rießigen, wahnsinnsleckeren Burger gegönnt haben.
Lake Wakatipu mit schneebedeckten Bergen
Queenstown und Lake Wakatipu von oben
Leider hatten wir in der ganzen Zeit nur einen Interessenten an unserem Auto, der es blöderweise nicht kaufen wollte und auch nicht für nötig befand, abzusagen. Trotz hoffen und wünschen, kam der Tag der Tage, an dem wir auf Plan B zurückgreifen mussten: auf nach Christchurch.
Schweren Herzens haben wir all unsere Sachen wieder zurück ins schön polierte Auto gepackt, zum hoffentlich allerletzten Mal getankt und uns dann auf den Weg gemacht. Gute 7h lagen vor uns, die Strecke führte uns nochmal durch schöne Landschaften: gewaltige Berge und zwei türkisblaue Seen (Lake Tekapo & Lake Pukaki)
Auf dem Weg nach Christchruch durch North Otago
kurzer Zwischenstopp: Lake Tekapo
Am frühen Abend kamen wir erschöpft im Feierabendverkehr in Christchurch an, zu unserer Überraschung bekamen wir im Hostel, wegen Überbuchung, ein Doppelzimmer mit eigenem Bad, obwohl wir zwei Betten in einem Mehrbettzimmer reserviert und bezahlt hatten.
Mit der Hoffung auf besseres Glück in einer neuen Stadt, verteilten wir fleißig „Autoverkaufs-Flyer“ in allen Hostels, einigen Supermärkten, sowie im Internet. Jetzt hieß es warten...
Endlich! Nach drei Tagen meldeten sich die ersten Interessenten, eine Gruppe von Japanern, doch auch sie entschieden sich, nachdem sie das Auto bei einer Werkstatt untersuchen lassen haben, unser gutes Auto nicht kaufen. Wir hatten kaum Zeit uns darüber zu ärgern, da sich auch ein deutsches Mädchen für unser Auto interessierte, wir verabredeten uns mit ihr für den nächsten Tag. Und siehe da, nach einer etwas beängstigenden Testfahrt von ihr, entschied sie sich tatsächlich, unseren Nissan Maxima für stolze $1700 zu kaufen. Juhuu! Nach innigen Umarmungen mit dem Auto, mussten wir dann loslassen und Auf Wiedersehen sagen. Danke für die treue Unterstützung auf den über 8000km!
Noch am gleichen Tag bekamen wir drei weitere Anfragen, doch da gehörte das Auto schon nicht mehr uns. Gleich am Abend haben wir einen Flug für den 3.Juni zurück nach Auckland gebucht.
Erst jetzt wird uns klar, was es bedeutet, kein Auto mehr zu haben: ab jetzt werden wir unsere Rucksäcke auf dem Rücken tragen müssen. ;) Außerdem mussten wir einiges wegschmeißen, was sich über die Monate so im Auto angesammelt hatte.
da die komplette Christchurcher Innenstadt abgesperrt ist,
befinden sich einige Läden in diesen bunten Containern
Die letzten zwei Wochen in Neuseeland sind angebrochen. Here we go!
Von den Catlins ging es in großen Schritten, über Invercargill weiter nach Te Anau. Von hier aus hatten wir geplant, einen Tagesausflug in die Fjordlandschaft des Milford Sound zu machen, eine der größten Touristenattraktionen hier in Neuseeland. Ein paar Tage zuvor hatten wir eine relativ günstige 90minütige Bootstour durch den 15km langen Fjord gebucht.
Von Te Anau braucht man ungefähr zwei Stunden zum Milford Sound, da wir eine frühe Tour gebucht hatten, um dem Touristenbusverkehr zu entgehen, mussten wir noch vor Sonnenaufgang los.
Auf dem Weg zum Milford Sound
Bereits der Weg dort hin, ist ein Erlebnis für sich: Spiegelnde Seen, rießige mit Schnee bedeckte Berge, wohin das Auge reicht und schließlich der etwas gruselige, düstere Homer Tunnel, durch den man in eine Schlucht kommt, die von Regenwald bedeckt ist, den man auf kurzen Rundwegen erkunden kann, und die letztlich zum Milford Sound führt.
Der Fjord wird von den hohen Felswänden der Berge umgeben, der höchste davon ist mit 1692 Metern der Mitre Peak.
Das Wetter war anfangs noch nicht so gut, einige Bergspitzen blieben hinter den Wolken versteckt, doch als die Sonne richtig hervortrat, klarte es etwas auf.
Da es am Morgen und die Tage zuvor geregnet hatte (Milford Sound liegt in einer der regenreichsten Gegenden der Erde), konnte man Tausende von Wasserfällen, einige über 1000m lang, beobachten, die von den Bergen herunter kamen.
Vom Boot aus konnte man alles natürlich noch viel besser sehen und genießen. Das Boot fährt durch den gesamten Fjord bis hinaus auf die Tasmansee, die das kleine Boot recht stürmisch durchschüttelt und führt auch vorbei an einigen Robben, eine Robbe lag auch mal zur Abwechslung nicht nur faul da, sondern war im Wasser am spielen.
Auch Pinguine und Delphine sind hier zu Hause, von denen wir aber keine sehen konnten.
Da hier keine Vergleichspunkte mehr existieren, werden die Dimensionen etwas verzerrt, so dass einem alles etwas naeher und kleiner vorkommt, als es wirklich ist, aber trotzdem ist es sehr faszinierend zwischen all diesen rießigen Bergen durchzufahren.
Die Zeit verging mal wieder schneller wie gewollt und nach 90 Minuten standen wir schon wieder auf festem Boden und machten uns auf den Weg zurück. Nach einigen Zwischenstopps,
kamen wir nach einer langen Fahrt am frühen Abend endlich in Queenstown an.
Queenstown ist ein sehr schönes Städtchen, liegt am Lake Wakatipu und hat eine tolle Innenstadt mit vielen Cafés, Pubs und Einkaufsläden. Außerdem ist Queenstown von einige Bergketten umgeben, auf die auch bereits Neuschnee gefallen ist.
Vorallem aber ist die Stadt für den Abtenteuertourismus bekannt, hier kann man alles machen: Skifahren, Jetboot-Fahren, Bungeespringen, Skydiving und Paragliding sind nur einige der Angebote.
Wir sind nun schon einige Tage hier in Queenstown und versuchen unser Auto zu verkaufen. Eigentlich würden wir es natürlich gerne behalten und sogar mit nach Deutschland bringen, wir mögen unsern Nissan nämlich echt sehr und sind ihm sehr dankbar, dass er uns über 7000km durch ganz Neuseeland fast problemlos gebracht hat.
Unser Plan ist, nachdem wir das Auto verkauft haben, von hier nach Auckland zurückzufliegen, allerdings ist im Moment der Verkauf nicht ganz so einfach, schließlich ist nun die Saison zu Ende und es herrscht nicht so viel Nachfrage.
Da es um Queenstown rum auch einige Skigebiete gibt, hoffen wir hier jemanden finden zu können. Wenn das nicht klappt, bleibt wohl nur Plan B: nach Christchurch hochfahren, denn mehr Leute = mehr Nachfrage. Mal sehen, was die nächsten Tage so bringen.
Eine Woche in einer Familie leben und nebenher Trauben ernten, warum eigentlich nicht? Kann doch nicht schlimmer als Apple-picking werden, oder etwa doch? Eines war definitiv schlimmer: Die Schmerzen am Rücken. Denn beim "grape harvest" ist man praktisch ununterbrochen gebückt, um die leckeren Trauben dann mit der Schere zu trennen und sie in einen kleinen Korb zu schmeißen.
Vinyard nahe Kurow: hier haben wir geerntet
Ein weiterer Vorteil war: Wir wurden per Stunde bezahlt und nicht etwa per Menge, die wir ernten. Die Arbeit war aber abgesehen von den Rückenschmerzen recht angenehm, mit zusätzlichen bezahlten Pausen neben der Lunch Break. Toll war auch, dass wir in einer Familie wohnen konnten, leckeres Essen und mal wieder ein Privatzimmer und dazu die lustige Gesellschaft von den zwei kleinen Kindern.
Getoppt wurde alles noch von diesem wunderbaren Ausblick vom Haus aus:
Kurz vor Sonnenaufgang in Kurow, über den Wolken
Nächster Stopp unserer Reise war die Studentenhochburg Dunedin. Mit über 100.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Südinsel und neben der wunderbaren Otago Peninsula gelegen, Heimat von Albatrossen, Pinguinen und Seelöwen.
Der perfekte Zeitpunkt, die seltenen Gelbaugenpinguine zu beobachten, ist wenn sie kurz vor Dämmerung aus dem Wasser an Land kommen. Man stellt sich in eine kleine Holzhütte, von welcher man die Tiere versteckt beobachten kann. Wenn sie nämlich jemanden sehen oder hören, trauen sie sich nicht an Land. Mit Fernglas lies sich die kleine Gruppe Pinguine (im Sommer sind es deutlich mehr als im Winter) am besten beobachten.
Am Strand tümmelten sich außerdem einige Seelöwen - zwei waren sogar aktiv am streiten -, an denen man, wenige Meter von ihnen entfernt, einfach so vorbeiläuft.
Zurück in Dunedin nahmen wir an einer Tour der Schokoladenfabrik Cadbury teil, die in die Produktion führte, mit einigen Geschmacksproben inklusive. Ziemlich cool war vor allem der 10 Meter hohe "Schokoladenfall". Wer zu Nahe dran stand, wurde etwas vollgekleckert...
In Dunedin liegt übrigens auch die steilste Straße der Welt, jedenfalls nach Guiness Buch der Rekorde - die Baldwin Street. Mit unserem Auto da hoch zu fahren, haben wir uns nicht getraut, nicht dass wir rückwärts runtergerollt wären, hehe :D
Purakaunui Falls in den Catlins
Nach drei Tagen in Dunedin, ging es für uns weiter in die Catlins-Region mit ihren malerischen Küstenlandschaften, spektakulären Wasserfällen und auch Pinguine fühlen sich hier heimisch. Ein sehr schöner Teil Neuseelands, leider nur teilweise asphaltiert, und auch der südlichste Punkt der Südinsel befindet sich hier. So weit zum Südpol ist es von hier gar nicht mehr ;)
Hier haben wir nun also ein zweites Mal Gelbaugenpinguine, in Maori-Sprache Hoiho genannt, beobachtet, die im Übrigen eine der seltensten Pinguinarten auf der Welt sind. Sie werden nur zwischen 60 und 80cm groß und haben um Kopf und Stirn herum eine goldgelbe Verfärbung. Außerdem watscheln sie unglaublich süß... :)
Von Oxford ging es über den Arthur's Pass zur Westcoast, in die Stadt Greymouth. Zugleich änderte sich die Vegetation komplett; von der dürren Trockenlandschaft kam nach den Bergen ganz viel grün zum Vorschein. Leider brachten die Berge auch einige Wolken mit sich, sodass Greymouth dann wortwörtlich grey war.
Von Greymouth aus sind wir etwas nördlich nach Punakaki gefahren, um dort die „Pancake Rocks“ zu betrachten. Diese Felsformation sieht – wie der Name andeutet – aus wie übereinander geschichtete Pancakes. Durch Meer und Wetter wurden die abgelagerten Kalksedimente so geformt.
Von der Aussichtsplattform haben wir auch wieder einige Hector-Delphine schwimmen sehen, die dort heimisch sind. Wir erinnern uns irgendwie täglich an das Schwimmen mit ihnen, einfach ein unglaublich tolles Erlebnis!
Am nächsten Tag ging es entlang der Küste weiter Richtung Süden. Hier in den Southern Alps befinden sich mehere Gletscher, die größten beiden heißen Franz Josef und Fox, sowie der höchste Berg Neuseelands: Mt. Cook (3754 m). Die Frage, wer ihn als erstes erspäht, klärte sich jedoch leider gleich: Keiner. Alles war mit Wolken zugezogen.
Um ca. 16 Uhr kamen wir in der Franz Josef Village an, ein reines Touristen-Dorf, das nur aus zwei Straßen besteht. Es befindet sich am Fuße des 11km langen Franz Josef Gletschers. Glücklicherweise hatten sich die Wolken zumindest über dem Gletscher etwas verzogen, sodass man eine freie Sicht auf ihn hatte, also nutzten wir die Zeit, um an den Gletscher dichter heranzulaufen. Leider sind die Gletscher zu dieser Jahreszeit sehr schmutzig, da der letzte Schnee schon eine Weile her ist.
Es hat uns schon gefallen, aber auch nicht wirklich umgehauen, da schneebedeckte Berge für uns, im Gegensatz zu manch anderen Reisenden, ja nichts Ungewöhnliches sind. Leider hatten wir auch am nächsten und übernächsten Tag nicht wirklich Glück mit dem Wetter, die Sicht war beschränkt und Mt. Cook und die umliegende Bergkette ließen sich noch immer nicht Blicken.
Für uns ging es in strömendem Regen weiter Richtung Süden, nach Wanaka. Wanaka ist ein kleines, sehr hübsches Städtchen und liegt am unteren Ende des gleichnamigen Sees.
Glücklicherweise war jetzt auch wieder das gute Wetter zurück. Hier wurde uns zum ersten Mal richtig bewusst, dass nun der Herbst in Neuseeland angekommen ist, denn im Vergleich zum nördlicheren Teil der Westküste, gibt es hier sehr viele Laubbäume, die in tollen bunten Farben das Seeufer schmücken. Hier am Wasser relaxen und die Aussicht genießen, mehr braucht man eigentlich nicht.
Wer in Wanaka ist, darf es sich nicht nehmen lassen, einen Besuch im bekannten „Cinema Paradiso“ abzustatten. Und der Name hält sein Versprechen: im Gegensatz zu gewöhnlichen Kinostühlen, gibt es hier nur bequeme Sofas und auch die Essensauswahl beschränkt sich nicht nur auf Popcorn und Süßwaren, hier gibt es alles, von Burgern und Pizzen bis zu Cookies und selbstgemachtem Eis. Wer sich vor dem Film schon etwas bestellt, bekommt es in der Filmpause frisch serviert. Natürlich konnten wir es uns nicht nehmen eine leckere Pizza und einen Burger zu testen. Nur zu empfehlen !
Ebenfalls angeschaut haben wir uns Wanakas „Puzzling World“. Es gibt neben verschiedenen Räumen mit optischen Täuschungen und Illusionen, auch ein riesiges Labyrinth, für das wir beinahe eine ganze Stunde gebraucht haben. Außerdem kann man sich an hunderten Knobel-Rätseln versuchen. Ein großer Spaß!
Nach drei Tagen in Wanaka fuhren wir weiter zum besonders blauen Lake Pukaki, von dessen Fuß wir uns schöne Blicke auf Mt. Cook erhofften. Trotz des relativ klaren Himmels ließ Mt. Cook ein weiteres Mal auf sich warten. Erst am nächsten Morgen war er in all seiner Pracht völlig wolkenlos zu sehen.
Schon allein mit dem Auto herumzufahren, ist wirklich ein Erlebnis. Die Landschaft verändert sich hier ziemlich schnell und es gibt immer etwas faszinierendes zu sehen - entweder ist es das Meer mit seinen bezaubernden Küstenformen, der Regenwald, die (schneebedeckten) Berge, kristallblaue Seen und vieles mehr.
Huch? Was bei uns so abgeht? Lasst uns dafür ein paar Tage zurückspulen.
Nachdem wir Akaroa verlassen hatten, trug es uns nach Westen, aber nur ein wenig, denn ca. 60km entfernt von Christchurch befindet sich das kleine Örtchen Oxford, an dem wir unseren nächsten Farm Aufenthalt geplant hatten. Als wir bei Pam and Mike's Bed & Breakfast ankamen, waren bereits 3 andere Jugendliche dort am arbeiten.
Wir wurden in unser Zimmer mit absolutem Luxus-Bett geführt und lernten schnell alle kennen. Die weiteren Tage wurde dann jeden morgen fünf Stunden gearbeitet, den Rest des Tages hatten wir frei. Unter anderem durften wir Kartoffeln pflücken, das Schwein füttern, einen Zaun „waterblasten“, ein bisschen im Haushalt helfen und unsere Lieblingsbeschäftigung Weeding war natürlich auch dabei. Währendessen wurden wir von Pam mit Leckereien verwöhnt.
Pam and Mike haben ein riesen Grundstück mit Hühnern, Kühen, Schafen, Alpacas, Ponys, einem Schwein sowie einen riesigen Gemüsegarten. Außerdem gibt die Kuh so viel Milch, dass Pam viel Feta Käse selbst macht (Mhhh!).
Mike hat außerdem so einen witzigen Charakter und Humor, man muss ihn live erlebt haben! Am vorletzten Tag hat uns Mike ein paar Schüsse von seiner Gewehr wie auch von seiner Shotgun – die er im Schlafzimmer aufbewahrt – abfeuern lassen. Die Mädels verzichteten jedoch auf den Shotgun Schuss wegen des gewaltigen Rückschlags, bewiesen aber präzises Auge bei den Gewehr Schüssen!
Zum Abschluss gab es, nach einem kurzem Besuch des Marktes in Oxford, bei dem es unter anderem ein Strohballen-Wettrollen gibt,
dann noch ein leckeres BBQ mit ein paar kalten Bierchen.
Die perfekte Woche mit sehr netten Leuten! Schade, dass die Zeit so fliegt!
Will, der aus Belgien kommt, bereist die ganze Südinsel mit dem Fahrrad! Respekt!!
Der nächste Halt auf unserem Trip hieß Christchurch.
Christchurch wurde vor etwas mehr als einem Jahr von einem weiteren starken Erdbeben mit großer Zerstörungskraft getroffen. Der gesamte Innenstadtbereich der Stadt befindet sich in einer sogenannten "roten Zone", die abgesperrt und für Besucher unzugänglich ist. Man hat angefangen, Häuser in dieser Zone abzureisen und dem Erdboden gleich zu machen, was später daraus werden soll, ist noch unklar.
Da sich so gut wie alle Sehenswürdigkeiten im abgesperrten Bereich befinden, gibt es in Christchurch, außer Baustellen, im Moment nicht besonders viel zu sehen. Aber es muss einmal eine hübsche Stadt gewesen sein, der botanische Garten gibt einen kleinen Eindruck davon.
Deswegen ging es für uns nach nur einer Nacht und einem kleinen Abstecher zum Hafen (Lyttelton) auch schon weiter ins 80km entfernte Akaroa, welches im Herzen der Banks Peninsula liegt.
Französische Siedler waren es, die hier 1840 eine Art Kolonie errichteten. Noch heute ist dieser französische Einfluss spürbar, Straßennamen sind zum Beispiel immer noch auf französisch.
Gleich an unserem ersten Tag hatten wir etwas ganz besonderes geplant:
Schwimmen mit Hector Delphinen.
Die Hector Delphine sind vor allem kleiner, aber auch zutraulicher wie gewöhnliche Delphine, sie werden nur bis 1.5m lang. Leider sind die Tiere vom aussterben bedroht und es gibt geschätzt nur noch um die 3.000 Hector Delphine, fast alle leben um Neuseeland herum.
Um so besonderer ist es, dass wir die Gelegenheit hatten, mit ihnen zu schwimmen.
7.00 Uhr - Aufstehen. Sonniger Himmel, beinahe wolkenlos. Treffpunkt ist eine gute Stunde später. Wir werden mit einem Wetsuit, sowie einer Taucherbrille und Schnorchel ausgestattet, nach ein paar Einweisungen und Fotos geht es aufs Boot.
Von anderen Reisenden hatten wir gehört, dass sie tags zuvor kein Glück hatten, mit den Delphinen zu schwimmen, darum waren wir etwas nervös, obwohl die 82%ige Erfolgsqoute des Anbieters eigentlich für sich spricht.
Schon nach ca. 10 Minuten Fahrt - und weiteren Sicherheitseinweisungen - entdecken wir die ersten Delphine, die um unser Boot herumschwimmen, sehr faszinierend!
Die Delphine schwimmen in relativ kleinen Schwärmen, wenn man einen Schwarm gefunden hat, muss man die Reaktion der Tiere abwarten, nicht immer sind sie daran interessiert, mit Menschen Kontakt aufzunehmen.
Also warteten wir, doch die Delphine schienen nicht wirklich Interesse an uns zu zeigen, na toll! Also machten wir uns auf die Suche nach einem neuen Schwarm, nur nicht die Hoffunng verlieren.
Es dauerte nicht lange, da hatten unsere beiden "Tripführer" neue Delphine erspäht, und plötzlich hieß es "We'll give it a try, guys". Das Wasser hatte knappe 14°C, was dank des Wetsuit und der Vorfreude recht erträglich war. Die Delphine müssen übrigens in diesen kalten Gewässern umgerechnet jede 30 Minuten einen BigMac essen, um überleben zu können! Und dann kamen sie, schwommen neben und unter uns vorbei, drehten um und kamen wieder. Diese Gruppe Delphine hatte sichtlich ihren Spaß an der Interaktion mit uns Menschen. Wir waren total fasziniert und konnten kaum fassen, was gerade um uns herum passiert. Völlig begeistert, nahm man die Kälte des Wassers gar nicht mehr war und es kamen immer mehr...
Die Leiter erzählten uns später, dass sie schon längere Zeit nicht mehr, so einen erfolgreichen Trip mit so verspielt freundlichen Delphinen hatten - wunderbar!
Während wir im Wasser trieben, flog übrigens noch ein gewaltiger Albatross über unsere Köpfe hinweg. Aus dieser Perspektive hat der Vogel mit seiner über 3m langen Flügelspannweite echt gigantisch gewirkt.
Nach einer guten Stunde im Wasser ging es dann halb erfrohren aufs Boot zurück, auf dem es heiße Schokolade zum Aufwärmen gab. Die Fahrt zurück zum Hafen war der perfekte Abschluss, die Delphine, die uns mittlerweile wirklich zu mögen schienen, schwammen und sprangen neben dem Boot umher und folgten uns einige Kilometer. Wieder auf festem Boden angekommen, gab es erst einmal eine dringend benötigte heiße Dusche und anschließend konnte man die Bilder betrachten, die von uns mit den Delphinen im Wasser geschossen wurden. Ein unglaublich toller Tag und definitiv eines der besten Erlebnisse unseres Lebens bisher.
An unseren zweiten Tag in Akaroa hatten wir eine weitere Wanderung geplant.
Der 5-stündigen "Around the Mountain"-Track führte uns auf die Berge der Banks Peninsula, dank dem fantastischen Wetter konnten wir schöne Blicke auf den offenen Pazifik sowie auf den Akaroa Harbour genießen. Wow. Einfach nur Wow.
So ging dann auch bereits wieder ein weiterer Abschitt zu Ende, wir verließen das nette, süße, rosa Hostel "Chez la Mer" früh morgens und machten uns auf den Weg Richtung Westen.