Dienstag, 12. Juni 2012

Auckland und die Bay of Island


Zurück in Auckland, wo alles seinen Anfang nahm, nun schließt sich der Kreis.
Wir haben uns mit drei anderen aus unserer Anfangsgruppe hier wieder getroffen, mit denen wir unsere Geschichten austauschten. Total interessant, wie jeder seine eigenen Erlebnisse hat und wie verschieden doch alle die 6 Monate verbracht haben. Hoffentlich sieht man sich wieder!

Von Auckland aus haben wir einen Bus hoch ins Northland genommen, in die schöne Bay of Island um dort unsere letzten Tage zu verbringen.



Ohne Auto ist es um einiges schwieriger sich die Gegend anzuschauen, also machten wir einen Tagesausflug mit den Fahrrädern ins 17km entfernte Kawakawa zu den bekannten Hundertwasser-Toiletten.
Sehr cool, aber seht selbst:



An einem der nächsten Tage ging es nach Waitangi, wo 1840 der "Vertrag von Waitangi" zwischen Maori und der britischen Krone unterzeichnet wurde. Der machte Neuseeland zu einer britischen Kolonie, während den Maori die Herrschaft über ihr Land und ihre Kultur garantiert wurde. Der Vertrag wird als Gründungsdokument Neuseelands betrachtet.



Gestern ging es auch schon wieder zurück nach Auckland, am Donnerstag Abend geht bereits unser Flug nach Dubai, wo wir zum Abschluss noch eine Woche verbringen werden.

Einerseits blicken wir wehmütig auf unsere vielen, schönen Erlebnisse zurück, es kann doch nicht sein, dass jetzt alles schon fast vorbei ist. Aber andererseits freuen wir uns unheimlich auf zu Hause, auf Familie und Freunde, denn sechseinhalb Monate sind wirklich eine lange Zeit.
Jetzt gilt es noch letzte Erledigungen zu machen, das Bankkonto zu schließen, Souvenirs zu besorgen und noch einmal die Luft Neuseelands genießen, bevor unser Abenteuer hier auf der anderen Seite der Welt zu Ende geht.
Es war eine so schöne Zeit!

Samstag, 2. Juni 2012

Plan B: Christchurch.

In Queenstown haben wir zehn schöne Tage verbracht, die Stadt hat einiges zu bieten, unser persönliches Highlight war der bekannte „Fergburger“, bei dem wir uns zweimal einen rießigen, wahnsinnsleckeren Burger gegönnt haben.

Lake Wakatipu mit schneebedeckten Bergen

Queenstown und Lake Wakatipu von oben

Leider hatten wir in der ganzen Zeit nur einen Interessenten an unserem Auto, der es blöderweise nicht kaufen wollte und auch nicht für nötig befand, abzusagen. Trotz hoffen und wünschen, kam der Tag der Tage, an dem wir auf Plan B zurückgreifen mussten: auf nach Christchurch.
Schweren Herzens haben wir all unsere Sachen wieder zurück ins schön polierte Auto gepackt, zum hoffentlich allerletzten Mal getankt und uns dann auf den Weg gemacht. Gute 7h lagen vor uns, die Strecke führte uns nochmal durch schöne Landschaften: gewaltige Berge und zwei türkisblaue Seen (Lake Tekapo & Lake Pukaki)

Auf dem Weg nach Christchruch durch North Otago

kurzer Zwischenstopp: Lake Tekapo

Am frühen Abend kamen wir erschöpft im Feierabendverkehr in Christchurch an, zu unserer Überraschung bekamen wir im Hostel, wegen Überbuchung, ein Doppelzimmer mit eigenem Bad, obwohl wir zwei Betten in einem Mehrbettzimmer reserviert und bezahlt hatten.
Mit der Hoffung auf besseres Glück in einer neuen Stadt, verteilten wir fleißig „Autoverkaufs-Flyer“ in allen Hostels, einigen Supermärkten, sowie im Internet. Jetzt hieß es warten...
Endlich! Nach drei Tagen meldeten sich die ersten Interessenten, eine Gruppe von Japanern, doch auch sie entschieden sich, nachdem sie das Auto bei einer Werkstatt untersuchen lassen haben, unser gutes Auto nicht kaufen. Wir hatten kaum Zeit uns darüber zu ärgern, da sich auch ein deutsches Mädchen für unser Auto interessierte, wir verabredeten uns mit ihr für den nächsten Tag. Und siehe da, nach einer etwas beängstigenden Testfahrt von ihr, entschied sie sich tatsächlich, unseren Nissan Maxima für stolze $1700 zu kaufen. Juhuu! Nach innigen Umarmungen mit dem Auto, mussten wir dann loslassen und Auf Wiedersehen sagen. Danke für die treue Unterstützung auf den über 8000km!
Noch am gleichen Tag bekamen wir drei weitere Anfragen, doch da gehörte das Auto schon nicht mehr uns. Gleich am Abend haben wir einen Flug für den 3.Juni zurück nach Auckland gebucht.
Erst jetzt wird uns klar, was es bedeutet, kein Auto mehr zu haben: ab jetzt werden wir unsere Rucksäcke auf dem Rücken tragen müssen. ;) Außerdem mussten wir einiges wegschmeißen, was sich über die Monate so im Auto angesammelt hatte.

da die komplette Christchurcher Innenstadt abgesperrt ist,
befinden sich einige Läden in diesen bunten Containern

Die letzten zwei Wochen in Neuseeland sind angebrochen. Here we go!