Sonntag, 26. Februar 2012

Apple-Picking in Hastings


Nach der schönen Woche in Napier, sind wir in die Nachbarstadt Hastings weitergezogen, um Arbeit zu suchen. Kaum angekommen im „Working Hostel“, welche einem bei der Jobsuche helfen, hatte uns die Besitzerin auch schon Arbeit vorgeschlagen. So sind wir nun erfolgreiche Apfel-Pflücker geworden, beginnen morgens um 7:30 Uhr und haben um 16:30 Uhr Feierabend – Lunch kann man beliebig abhalten. Gepflückt wird in umgeschnallte Beutel, die man dann – wenn voll – in große Bins kippen muss. Pro Bin gibt es 30 Dollar (Tax muss noch abgezogen werden) und wir schaffen bisher 4 am Tag, womit wir vollkommen zurfrieden sind.



Nach 4 Tagen haben wir uns immer noch nicht ganz an die Schmerzen an Schulter, Rücken, Beinen, Füßen sowie Fingern gewöhnt, aber das wird schon noch :)

Ansonsten leben wir in einem netten Hostel, in dem fast alle Leute gerade „seasonal work“ leisten – ob im Packhouse, im Vinyard oder wie wir als Apple-Picker. Da deswegen fast alle für längere Zeit hier wohnen, lernt man sich besser kennen und fühlt sich schon fast wie in einer großen Wohngemeinschaft. Wie gewohnt alle sehr nett – vom Deutschen, der nicht kochen kann, über das britische Pärchen aus Jersey (einer Insel im Ärmelkanal) bis zum Koreaner, der sich in der Bundesliga wunderbar auskennt.

Am letzten, heißen Wochenende fand in Napier das alljährliche Art-Déco-Festival statt, das wir mit einigen aus dem Hostel besucht haben. Es gab spektakuläre Flugshows


sowie richtige Oldie Perlen



und dazu waren alle Leute 20/30er Jahre mäßig gekleidet. Sehr faszinierend!

Generell gefällt uns die Hawke's Bay sehr gut, von schönen Bergen mit tollen Ausblicken bis zu langen Sandstränden.

Montag, 13. Februar 2012

Durchwachsenes Wetter in der Hawke's Bay

Es ist schon einige Tage her, seitdem wir Ohakune verlassen haben und nach einem kurzen Zwischenstopp an der Tangiwai Gedänkstätte, wo es 1953 das größte Eisenbahnunglück in der Geschichte Neuseelands gab,

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uns auf den Weg nach Napier über die Inland-Patea-Road gemacht haben. Diese Straße ist kein State-Highway und damit auf der Karte etwas dünner eingetragen. Jedenfalls war sie durchgängig asphaltiert, was in Neuseeland nicht gerade immer der Fall ist, und vor allem nicht so stark befahren (und damit ist gemeint, dass uns in 4 Stunden 10 Autos entgegenkamen). Es ging über ein bergiges Gebiet (Kaweka Range) und alle paar Kilometer waren Farmen zu sehen mit ihren unzähligen Schafen. Doch vor allem gab es eins: wunderschöne Ausblicke!

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Napier ist die bisher schönste Stadt, in der wir waren. Besonders die Innenstadt (die erste Innenstadt, die wir sehen, die teilweise verkehrsberuhigt ist), die vielen Palmen,
























die Lage am Pazifik mit der langen Uferpromenade

























und die besonderen Art-Déco Häuser haben es uns angetan. Nachdem die Stadt (wie auch die Nebenstadt Hastings) 1931 durch ein Erdbeben komplett zerstört wurde, entschied man sich (trotz Weltwirtschaftskrise), sie im Art Déco-Stil wiederaufzubauen. Sie wird als am besten erhaltene Art Déco Stadt angesehen, in der Innenstadt reiht sich ein spektakulärer Bau an den nächsten.

Wegen des günstigen Klimas wird in der Region viele verschiedene Früchte angebaut, vorallem auch Weintrauben.

Am Samstag waren wir zuerst in Napier auf einem Farmer's Market, der wegen des Regens wohl etwas kleiner ausgefallen ist, aber auf dem es ein Stand einer deutschen Bäckerei, genannt "Bäckermeister", gab und wir endlich mal wieder in den Genuss einer leckeren (und riesigen) Brezel kamen, wo es in Neuseeland doch nur Weißbrot zu geben scheint - endlos wirkende Toast-Brot Regale mit über 20 Sorten sind in jedem Supermarkt üblich.


Am Sonntag folgte dann der Besuch des Bauernmarktes in Hastings, der an einem sonnigen Vormittag um einiges größer ausgefallen ist. Das beste an solchen Märkten ist, dass man an jedem Stand probieren kann - es wird unter anderem Würstchen, Meatballs, Speck, etc. angebraten als Geschmacksprobe für den Kunden. Über zwei Dutzend verschiedene Marmeladen-Varianten von einem ausgewanderten Deutschen, leckerer holländischer Käse, verschiedene, scharfe Chilis mit zugehörigen, selbstgemachten Soßen (von denen eine nun in unserem Besitz ist ;) )
und und und...!

Nach zwei richtig warmen, sonnigen Tagen folgten leider düstere, regnerische Tage. Das ist das einzige Manko, das sich hoffentlich bald bessert. (Ein Blaubeer-Pflück-Job wurde uns wegen des schlechten Wetters schon abgesagt).

Neben einem Besuch in dem "Ocean Spa" und einem Wiedertreffen mit Mitabiturientin Caroline, gibt es nur noch zu berichten, dass Napier klar die schönere Stadt wie das zehn Kilometer entfernte Hastings ist. Leider werden wir ab morgen wohl erstmal dort wohnen und, auch mit Hilfe des Hostels, versuchen, einen Job zu kriegen, um ein bisschen die Reisekasse aufzupolieren. Danach wird die Reise nach Wellington und auf die Fähre Richtung Picton führen; so der vorläufige Plan, zumindest.

Liebe Grüße an die eifrigen Leser :)
Und frohe weitere, kalte Tage ;)


Montag, 6. Februar 2012

Unsere drei Wochen in Ohakune und Umgebung

Wenn man beginnt, sich richtig einzuleben, ist es an der Zeit weiterzuziehen.

Nach drei Wochen in Ohakune, verlassen wir nun den kleinen Ort und gehen weiter Richtung Napier an die Ostküste.
Hier ein Rückblick, wie wir die Zeit verbracht haben:

Kiwibird-Schild
unser erstes "Vorsicht Kiwibird-Schild"

Mangawhero Forest Walk
Mangawhero Forest Walk

Wanderung zu den Waitonga Falls
Old Plyth Track - Wanderung zu den Waitonga Falls, links Mt. Ruapehu 

Waitonga Falls
Waitonga Falls


Ohakune liefert zweidrittel der Karotten für Neuseelands Nordinsel. Die Stadt ist deswegen auch als „Karottenstadt“ bekannt und hat als Zeichen dafür eine überdimensionalgroße Karottennachbildung am Stadteingang stehen. (Im Moment ist diese noch wegen dem Rugby-Worldcup schwarz – die Farbe Neuseelands – angemalt.)


 überdimensionalgroße Karotte in Ohakune

An einem sonnigen Tag, haben wir eine Fahrradtour mit Picknick an einem See gemacht. Allerdings verlief die Rückfahrt etwas anders als gedacht und endete damit, dass wir abends um acht abgeholt werden mussten, da wir die Orientierung komplett verloren hatten und irgendwo mitten im Wald des Nationalsparks feststeckten. Wie wir später erfahren haben, wurden die Schilder des „richtigen“ Radweges (kleine, kaum erkennbare, schlammige Wege) abgenommen.

Fahrradtour

Selbstaulöser vor dem Whanganui River
Whanganui River (drittlängster Fluss Neuseelands)

Whanganui River
Whanganui River


Zum Abschluss unserer Zeit hier, haben wir uns noch einen sehr leckeren Döner gegönnt, beim Mountain Kebab der Stadt. Er war etwas anders, als wir ihn kennen. Eher wie ein getoasteter Rap, gefüllt mit Karotten, Käse, Kohl, Zwiebeln und Fleisch (welches eher wie gepresstes Hackfleisch geschmeckt hat). Mit 9,50$ vergleichsweise etwas teuer, aber trotzdem lecker!


Mountain Döner


Nicht vergessen: weitere Bilder findet ihr auf unserer Flickrseite!