Donnerstag, 26. Januar 2012

Durch Zufall in Ohakune

Das Schicksal hat uns nach OHAKUNE getragen. Seit einer Woche ist das nun unser Zuhause und wir werden noch zwei weitere Wochen hier verbringen.
Hier arbeiten wir nun in einem Motel, in dem wir drei Stunden pro Tag mithelfen müssen, um unser Zimmer zu finanzieren, die restlichen Stunden werden uns ausbezahlt.

unser Motel

Unsere Arbeit besteht aus Betten machen, Zimmer putzen und an der Rezeption arbeiten. Es ist ein relativ kleines Motel mit nur achtzehn Zimmern, die alle eine Küche und ein Bad besitzen.
Nach den ganzen Hostels mit 4-10 Bettzimmern, ist es sehr entspannt mal einen großen Raum für sich zu haben und das mit eigenem Bad!




Ohakune ist eine Kleinstadt mit 1000 Einwohnern, gelegen am Südende des Tongariro Nationalparks, am Fuße des Mt. Ruapehu (2.796m), auf den man vom Motel aus einen wunderschönen Blick hat.






Von hier aus kann man tolle Wanderungen und Mountainbike-Touren machen, dennoch ist der Winter hier die Hauptsaison, auch erkennbar an den zahlreichen Ski/Snowboard-Verleihen und den Gaststätten mit Namen „Matterhorn“ und „Snowhaven“.
Das wichtigste darf nicht vergessen, erwähnt zu werden: der „Mountain Kebap“, den wir bald probieren werden. Wir sind gespannt, ob er mit dem guten, alten Gül Kebap in Staufen mithalten kann ;).

Eigentlich hatten wir vorgehabt als nächstes Richtung Napier zu fahren und nur noch zwei weitere Wochen hier auf der Nordinsel zu verbringen, aber die Südinsel muss jetzt wohl erstmal warten – unsere Pläne ändern sich hier ständig, im Grunde planen wir Tag für Tag.

Mittwoch, 18. Januar 2012

18 Dinge, die man in Neuseeland sehr schnell lernt:

  1. Hier gibt es weder 1ct und 2ct noch 5ct-Stücke, das bedeutet im Supermarkt wird immer entweder auf oder abgerundet.
  2. Alle Steckdosen haben hier einen extra „Einschaltknopf“.
  3. Es gibt hier drei populäre Supermarktketten: Countdown – New World – Pack'n Save (meist etwas billiger).
  4. Außerdem wird einem hier im Supermarkt an der Kasse alles schon in Tüten eingepackt und an vielen Tankstellen wird man bedient – sehr entspannt! 
  5. Unter Brot versteht hier jeder Toastbrot. Leider konnten wir noch nirgendwo leckeres deutsches Körnerbrot finden :(
  6. Die goldenen Kiwis, die hier sehr süß und lecker schmecken, kann man mit Schale essen: einfach abbeisen!
  7. Pizza ist hier besonders teuer, keine Ahnung warum, aber sie kostet in jedem Restaurant ca. 22$ (= 14€) oder wir sind bisher nur an den falschen Pizzerien vorbei gelaufen.
  8. Das Wetter ändert sich hier schneller wie in Deutschland. Es scheint die Sonne, regnet plötzlich fünf Minuten in Strömen, bevor es wieder warm wird. 
  9. Wenn eine Stadt auf der Landkarte in Großbuchstaben geschrieben wurde oder besonders dick eingezeichnet ist, bedeutet das noch nicht, dass sie besonders groß ist. Die meisten kleineren Städte haben hier nur ca. 2000 Einwohner und besitzen trotzdem alles von Postoffice über Supermarkt und Informationszentrum (iSite).
  10. Als „Sweet as“ wird hier generell alles bezeichnet, was cool und super ist.
  11. Auf den Straßen ist hier fast überall Alkohol verboten.
  12. Hier gibt es kaum Zugstrecken wie in Deutschland, wenn man kein Auto besitzt, fährt man lange Strecken mit dem Bus.
  13. Fish'n Chips ist sehr populär – englisches Essen hat sich hier etabliert.
  14. Im Moment können wir noch nicht bestätigen, dass es hier mehr Schafe gibt als alles andere. Wir haben zwar schon etliche gesehen, aber auch mindestens genau so viele Kühe.
  15. Wer nach Neuseeland einreisen will, sollte im Voraus darauf achten, dass er keine Lebensmittel und saubere Schuhe im Gepäck hat. Ansonsten muss man am Zoll erstmal seine Schuhe sauber putzen, da sind sie hier ganz streng!
  16. Die Sonneneinstrahlung ist tatsächlich viel stärker wie in Deutschland, das ist spürbar. Man muss sich öfters eincremen und vorallem eine Mütze tragen, damit man keinen Sonnenbrand auf der Kopfhaut bekommt (schon passiert ;) ).
  17. In allen Hostels gibt es Gasherde, die man selbst mit Streichholz/ Feuerzeug anzünden muss, um kochen zu können. Das wissen viele nicht und man kann immer wieder fragende Gesichter sehen. 
  18. Internet ist in jedem Hostel völlig überteuert, in der Bücherrei, die man in jeder Stadt finden kann, dafür aber kostenlos. 

Sonntag, 15. Januar 2012

Lakes Ranch

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Seit dem 2. Januar sind wir jetzt schon in dem Camp "Lakes Ranch", ein Freizeitcamp für Kinder, 10 min von Rotorua entfernt. Hier gibt es alles, von Swimmingpools über Footballfeld und Tennisplätzen bis zu vielen verschiedenen Tieren, unter anderem über 70 Pferde. Das Camp liegt direkt an drei Naturseen, wovon einer zu den reinsten Seen Neuseelands gehört. Man kann sich sogar den Hang zum See abseilen lassen.

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In den letzten beiden Wochen haben wir hier gewohnt und gearbeitet. Die Leute haben uns hier alle sehr herzlich aufgenommen und sind wie fast alle Neuseeländer überaus freundlich.
Die Zeit ist wahnsinnig schnell vorbei gegangen und wir können kaum glauben, dass wir am Montag schon wieder weiter fahren, nachdem wir uns doch gerade erst eingelebt haben. Wenn wir jedoch noch etwas länger hier bleiben würden, würden wir vermutlich mindestens 10kg schwerer wieder nach Deutschland zurückkommen, da das Essen sehr gehaltvoll ist (fettig!!). Dennoch haben wir es genossen, wieder mal richtig reinzuhauen, haben wir davor doch von zwei Mahlzeiten pro Tag gelebt.
Unsere freien Tage haben wir damit verbracht, die Gegend etwas zu erkunden:

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Whakarewarewa Forest Park - Redwood Grove

Okere Falls
Okere Falls


Nachdem wir in den letzten Tagen 2011 noch einen kleinen Abstecher nach Raglan, eine international bekannte Surferhochburg,

Raglan

Surfer

und ins Kiwibird-house in Otorohanga machten, wo wir unsere ersten Kiwis zu sehen bekamen (welche leider nicht fotografiert werden durften),



waren wir über Silvester in Rotorua selbst, wo praktisch in der ganzen Stadt Dampf zu sehen ist und es nach Schwefelwasserstoff (faulen Eiern) riecht. Im Kuirau Park mitten in der Innenstadt sind die geothermischen Aktivitäten besonders gut zu sehen:

Kuirau Park

im Dampf verschwunden



Wir haben sogar erlebt, wie das Wasser mitten auf dem Weg zwischen den Pflastersteinen kocht.

Dampf mitten in der Stadt

Gestern waren wir dann noch einen neuen Reifen kaufen (Second-Hand für 70$), da unserer nicht mehr so ganz gut aussah und wir keinen "Blowout" riskieren wollten. Wäre uns wahrscheinlich gar nicht aufgefallen, hätte uns nicht jemand darauf hingewiesen... :)

Und jetzt gehts ans Weiterplanen!

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