Samstag, 31. März 2012

Der Abel Tasman Nationalpark und die Golden Bay



Der Abel Tasman Nationalpark ist der kleinste Nationalpark Neuseelands und liegt direkt an der Tasman Bay. Der Küste folgt der 51km lange Coast Track, einer der „Great Walks“ Neuseelands, auf dem man 2-4 Tage unterwegs ist– übernachtet wird auf Zeltplätzen oder in Hütten.




Der Park ist nach dem Niederländer Abel Tasman benannt, der 1642 im Norden des Parks – in der Golden Bay – ankerte, jedoch neuseeländischen Boden nie betrat. Nachdem die Crew die Westküste Neuseelands erreicht hatte, aber wegen stürmischer See nicht landen konnte, umrundeten sie „Farewell Spit“ und fanden in der ruhigen Bucht einen Ankerplatz. Schnell wurden sie von einheimischen Maori-Booten umkreist, Tasman ließ die Signalhörner blasen, was als Kriegsruf interpretiert wurde. Ein Maori-Kriegsboot griff an, vier Matrosen Tasmans wurden getötet, woraufhin dieser überraschend die Anker lichten ließ und seine Fahrt fortsetzte. Nachdem er danach weiter an der Westküste der Nordinsel entlang fuhr und wiederum wegen schlechten Wetters nicht landen konnte, nahm er Nordkurs und entdeckte Tonga und Fidschi.




Wir hatten uns für einen 2 Tages-Trip entschieden und dazu eine Nacht in einer der Hütten auf der Strecke gebucht. Die ganzen zwei Tage über hatten wir sonnig warmes Wetter, komplett ohne Wolken, das das Wandern im Park sehr angenehm gestaltete. Man läuft vorbei an einer wunderschönen Bucht nach der anderen und kommt aus dem Stauen gar nicht mehr heraus: goldene Strände und türkisblaues Meer, soweit das Auge reicht.





Am späten Nachmittag des zweiten Tages haben wir uns von einem Wassertaxi abholen und wieder zurück zum Anfangspunkt, zu unserem Auto, bringen lassen.

Die letzten drei Tage haben wir nun in der Golden Bay verbracht und in der Kleinstadt Takaka - ein gewisser Hippie-Flair war ihr nicht abzuweisen - gewohnt. Am nächsten Tag haben wir mit Cape Farewell, nach James Cook benannt, der hier Neuseeland "Farewell" sagte, den nördlichsten Punkt der Südinsel erreicht und konnten sogar zwei Robben sichten.









Eine weitere Sehenswürdigkeit waren die Waikoropupu Springs, die klarste Süßwasserquelle der Welt, nur in der Antarktis wurde klareres Wasser gefunden.

Danach haben wir noch "The Grove" einen Besuch abgestattet, ein Primärrestwald zwischen riesigen Kalkfelswänden und einem tollen Aussichtspunkt - hier wurde laut Hostelbesitzerin erst kürzlich Szenen für den Film "The Hobbit" gedreht!

Dienstag, 27. März 2012

Stonefly Lodge (WWOOFing)

Unsere letzte Woche haben wir auf einer kleinen Farm (Stonefly Lodge), 30min. von Motueka, verbracht. Wir hatten ein eigenes kleines Häuschen, in dem wir gewohnt haben, direkt neben dem Lama-Gehege. Jeden Tag mussten wir nach Holz für den Ofen suchen, damit wir es schön warm und vor allem Warmwasser zum Duschen hatten.



Etwas gewöhnungsbedürftig war, dass fast jeden Abend eine kleine Maus durch die Küche gelaufen ist, aber man gewöhnt sich doch an alles :D

Gegen vier Stunden Arbeit täglich konnten wir hier kostenlos wohnen und haben Essen bekommen, welches wir uns selbst zubereitet haben. Unsere Arbeit bestand aus Landschaftsarbeit: wir haben einige Bäume gepflanzt, Beete angelegt und Unkraut beseitigt.



Es war eine nette Erfahrung und die Zeit verging wieder einmal in windeseile. Jetzt freuen wir uns auf unsere Wanderung im Abel Tasman Nationalpark, die Hütten sind gebucht und mehr davon beim nächsten Mal. Liebe und immer noch sonnige Grüße!

Montag, 19. März 2012

Picton, Nelson, Tasman Bay

Die erste Woche auf der Südinsel hatte bisher alles was man zu einer guten Reise braucht: Schönes Wetter. Tolle Hostels. Einzigartige Lanschaften und Strände.

Die ersten beiden Nächte haben wir in Picton in einem schönen, bunten Hostel gewohnt, das uns jeden Abend mit frischem, warmen, hausgemachten Schokokuchen mit Eis verwöhnt hat. Hmmm. :) Von hier aus haben wir eine vierstündige Tagestour in die Fjordlandschaft der Queen Charlotte Sounds gemacht, die Ausblicke während der gesamten Wanderung waren wirklich unglaublich, ein Bild ist schöner als das andere, und doch kann es nicht festhalten, wie schön es in natura war.





Über den serpentinenreichen Queen Charlotte Drive an der Küste entlang, mit weiterhin wunderschönen Ausblicken und einem kleinen Spaziergang auf den ersten Kilometern des Queen Charlotte Tracks, ging es weiter nach Nelson, wo wir zwar auf den leckeren Schokokuchen verzichten mussten, dafür aber jeden Tag ein kostenloses Frühstück serviert bekamen. Nelson hat eine schöne, belebte Innenstadt und auf dem großen Samstagsmarkt, kann man von künstlerischen Produkten über Gemüse und Kleidung alles bekommen, auch Whiskey-Proben werden verteilt (einfach den kichernden Weiberstimmen folgen), unbedingt einen Besuch wert.

Im Moment verbringen wir unsere Zeit gerade in Motueka in einem sehr modernen Hostel, edel eingerichtet und das Anwesen wirklich schön im mediteranden Stil gestaltet (mit Swimming Pool!); außerdem umgeben von – wait for it – Apfel-Plantagen, was ein schöner Anblick, bei dem wir fast schon wieder den Korb umlegen und lospflücken wollten ;).


Nur wenige Kilometer von hier liegt die Stadt Kaiteriteri in der Tasman Bay mit einem wunderschönen, goldenen Strand und klarem Wasser – sogar einen Seestern haben wir gesehen.

Mittwoch, 14. März 2012

Wellington & die Fahrt zur Südinsel

 Nach zwei Wochen Apple-Picking gewöhnt man sich an jede Art von Rückenschmerzen, dennoch war es ein tolles Gefühl als wir am Mittwoch Nachmittag, nach ca. 39600 gepflückten Kilos, unseren „Apple-Picking-Korb“ für hoffentlich immer ablegen konnten.



Mit einem weinenden und einem lachenden Auge verließen wir Hastings: voller Vorfreude auf Wellington und die Südinsel, neue Erlebnisse und Möglichkeiten, unser erarbeitetes Geld auszugeben. Aber es war auch traurig, unsere neugewonnenen Freunde zurückzulassen.
In einem kleinen, süßen, abgelegenen Farmhostel haben wir einen Zwischenstopp eingelegt und am darauffolgenden Tag, nach dem Besuch des Berges mit dem längsten Namen der Welt:

Ins Deutsche übersetzt heißt das soviel wie "Der Vorsprung des Berges, wo Tamatea, der Mann mit den großen Knien, der rutschte, kletterte und die Berge verschlang und der durch das Land reiste, für seine Liebste Flöte spielte." die Reise nach Wellington angetreten.

Die drei Tage dort gingen wie im Flug vorbei, was vielleicht auch daran lag, dass wir jeden Tag sehr viel unternommen haben, um möglichst viel von der Stadt zu sehen!
Das Wetter war glücklicherweise auch recht gut, so dass wir fast alles auf unserer „Sightseeing-Liste“ sehen konnten.

Civic Square mit Town Hall, iSite, Library und Art Gallery



Ausblick vom Mt. Victoria auf Wellington bei Nacht


Heute Morgen haben wir schließlich die Fähre zur Südinsel genommen, welche immer zwischen Wellington und Picton, einer süßen kleinen Stadt, hin- und herpendeln.



Die Schiffsüberfahrt dauert ungefähr drei Stunden und war wirklich ein schönes Erlebnis: vom Deck aus kann man sehr schön Wellington sowie die „Marlborough Sounds“ (Fjordlandschaft) vor Picton sehen und genießen.


 
 
Wenn man Glück  hat – wie wir - kann man sogar Delphine und Robben während der Fahrt beobachten (leider waren alle zu schnell für ein Foto!).


Die Südinsel, von eigentlich allen als die landschaftlich weit aus schönere Insel angesehen, erwartet uns und wir sind gespannt, die „Marlborough Sounds“ waren ein erster Vorgeschmack,