Montag, 21. Mai 2012

Milford Sound + QUEENSTOWN


Von den Catlins ging es in großen Schritten, über Invercargill weiter nach Te Anau. Von hier aus hatten wir geplant, einen Tagesausflug in die Fjordlandschaft des Milford Sound zu machen, eine der größten Touristenattraktionen hier in Neuseeland. Ein paar Tage zuvor hatten wir eine relativ günstige 90minütige Bootstour durch den 15km langen Fjord gebucht. 

Von Te Anau braucht man ungefähr zwei Stunden zum Milford Sound, da wir eine frühe Tour gebucht hatten, um dem Touristenbusverkehr zu entgehen, mussten wir noch vor Sonnenaufgang los.

Auf dem Weg zum Milford Sound
Bereits der Weg dort hin, ist ein Erlebnis für sich: Spiegelnde Seen, rießige mit Schnee bedeckte Berge, wohin das Auge reicht und schließlich der etwas gruselige, düstere Homer Tunnel, durch den man in eine Schlucht kommt, die von Regenwald bedeckt ist, den man auf kurzen Rundwegen erkunden kann, und die letztlich zum Milford Sound führt.

Der Fjord wird von den hohen Felswänden der Berge umgeben, der höchste davon ist mit 1692 Metern der Mitre Peak.
Das Wetter war anfangs noch nicht so gut, einige Bergspitzen blieben hinter den Wolken versteckt, doch als die Sonne richtig hervortrat, klarte es etwas auf.


Da es am Morgen und die Tage zuvor geregnet hatte (Milford Sound liegt in einer der regenreichsten Gegenden der Erde), konnte man Tausende von Wasserfällen, einige über 1000m lang, beobachten, die von den Bergen herunter kamen.


Vom Boot aus konnte man alles natürlich noch viel besser sehen und genießen. Das Boot fährt durch den gesamten Fjord bis hinaus auf die Tasmansee, die das kleine Boot recht stürmisch durchschüttelt und führt auch vorbei an einigen Robben, eine Robbe lag auch mal zur Abwechslung nicht nur faul da, sondern war im Wasser am spielen.


Auch Pinguine und Delphine sind hier zu Hause, von denen wir aber keine sehen konnten.
Da hier keine Vergleichspunkte mehr existieren, werden die Dimensionen etwas verzerrt, so dass einem alles etwas naeher und kleiner vorkommt, als es wirklich ist, aber trotzdem ist es sehr faszinierend zwischen all diesen rießigen Bergen durchzufahren.


Die Zeit verging mal wieder schneller wie gewollt und nach 90 Minuten standen wir schon wieder auf festem Boden und machten uns auf den Weg zurück. Nach einigen Zwischenstopps,


kamen wir nach einer langen Fahrt am frühen Abend endlich in Queenstown an.
Queenstown ist ein sehr schönes Städtchen, liegt am Lake Wakatipu und hat eine tolle Innenstadt mit vielen Cafés, Pubs und Einkaufsläden. Außerdem ist Queenstown von einige Bergketten umgeben, auf die auch bereits Neuschnee gefallen ist.


Vorallem aber ist die Stadt für den Abtenteuertourismus bekannt, hier kann man alles machen: Skifahren, Jetboot-Fahren, Bungeespringen, Skydiving und Paragliding sind nur einige der Angebote.
Wir sind nun schon einige Tage hier in Queenstown und versuchen unser Auto zu verkaufen. Eigentlich würden wir es natürlich gerne behalten und sogar mit nach Deutschland bringen, wir mögen unsern Nissan nämlich echt sehr und sind ihm sehr dankbar, dass er uns über 7000km durch ganz Neuseeland fast problemlos gebracht hat.

Unser Plan ist, nachdem wir das Auto verkauft haben, von hier nach Auckland zurückzufliegen, allerdings ist im Moment der Verkauf nicht ganz so einfach, schließlich ist nun die Saison zu Ende und es herrscht nicht so viel Nachfrage.


Da es um Queenstown rum auch einige Skigebiete gibt, hoffen wir hier jemanden finden zu können. Wenn das nicht klappt, bleibt wohl nur Plan B: nach Christchurch hochfahren, denn mehr Leute = mehr Nachfrage. Mal sehen, was die nächsten Tage so bringen.

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