Dienstag, 8. Mai 2012

W E S T C O A S T & W A N A K A

Von Oxford ging es über den Arthur's Pass zur Westcoast, in die Stadt Greymouth. Zugleich änderte sich die Vegetation komplett; von der dürren Trockenlandschaft kam nach den Bergen ganz viel grün zum Vorschein. Leider brachten die Berge auch einige Wolken mit sich, sodass Greymouth dann wortwörtlich grey war.
Von Greymouth aus sind wir etwas nördlich nach Punakaki gefahren, um dort die „Pancake Rocks“ zu betrachten. Diese Felsformation sieht – wie der Name andeutet – aus wie übereinander geschichtete Pancakes. Durch Meer und Wetter wurden die abgelagerten Kalksedimente so geformt.



Von der Aussichtsplattform haben wir auch wieder einige Hector-Delphine schwimmen sehen, die dort heimisch sind. Wir erinnern uns irgendwie täglich an das Schwimmen mit ihnen, einfach ein unglaublich tolles Erlebnis!

Am nächsten Tag ging es entlang der Küste weiter Richtung Süden. Hier in den Southern Alps befinden sich mehere Gletscher, die größten beiden heißen Franz Josef und Fox, sowie der höchste Berg Neuseelands: Mt. Cook (3754 m). Die Frage, wer ihn als erstes erspäht, klärte sich jedoch leider gleich: Keiner. Alles war mit Wolken zugezogen.
Um ca. 16 Uhr kamen wir in der Franz Josef Village an, ein reines Touristen-Dorf, das nur aus zwei Straßen besteht. Es befindet sich am Fuße des 11km langen Franz Josef Gletschers. Glücklicherweise hatten sich die Wolken zumindest über dem Gletscher etwas verzogen, sodass man eine freie Sicht auf ihn hatte, also nutzten wir die Zeit, um an den Gletscher dichter heranzulaufen. Leider sind die Gletscher zu dieser Jahreszeit sehr schmutzig, da der letzte Schnee schon eine Weile her ist.



Es hat uns schon gefallen, aber auch nicht wirklich umgehauen, da schneebedeckte Berge für uns, im Gegensatz zu manch anderen Reisenden, ja nichts Ungewöhnliches sind. Leider hatten wir auch am nächsten und übernächsten Tag nicht wirklich Glück mit dem Wetter, die Sicht war beschränkt und Mt. Cook und die umliegende Bergkette ließen sich noch immer nicht Blicken.

Für uns ging es in strömendem Regen weiter Richtung Süden, nach Wanaka. Wanaka ist ein kleines, sehr hübsches Städtchen und liegt am unteren Ende des gleichnamigen Sees.









Glücklicherweise war jetzt auch wieder das gute Wetter zurück. Hier wurde uns zum ersten Mal richtig bewusst, dass nun der Herbst in Neuseeland angekommen ist, denn im Vergleich zum nördlicheren Teil der Westküste, gibt es hier sehr viele Laubbäume, die in tollen bunten Farben das Seeufer schmücken. Hier am Wasser relaxen und die Aussicht genießen, mehr braucht man eigentlich nicht.





Wer in Wanaka ist, darf es sich nicht nehmen lassen, einen Besuch im bekannten „Cinema Paradiso“ abzustatten. Und der Name hält sein Versprechen: im Gegensatz zu gewöhnlichen Kinostühlen, gibt es hier nur bequeme Sofas und auch die Essensauswahl beschränkt sich nicht nur auf Popcorn und Süßwaren, hier gibt es alles, von Burgern und Pizzen bis zu Cookies und selbstgemachtem Eis. Wer sich vor dem Film schon etwas bestellt, bekommt es in der Filmpause frisch serviert. Natürlich konnten wir es uns nicht nehmen eine leckere Pizza und einen Burger zu testen. Nur zu empfehlen !

Ebenfalls angeschaut haben wir uns Wanakas „Puzzling World“. Es gibt neben verschiedenen Räumen mit optischen Täuschungen und Illusionen, auch ein riesiges Labyrinth, für das wir beinahe eine ganze Stunde gebraucht haben. Außerdem kann man sich an hunderten Knobel-Rätseln versuchen. Ein großer Spaß!



Nach drei Tagen in Wanaka fuhren wir weiter zum besonders blauen Lake Pukaki, von dessen Fuß wir uns schöne Blicke auf Mt. Cook erhofften. Trotz des relativ klaren Himmels ließ Mt. Cook ein weiteres Mal auf sich warten. Erst am nächsten Morgen war er in all seiner Pracht völlig wolkenlos zu sehen.





Schon allein mit dem Auto herumzufahren, ist wirklich ein Erlebnis. Die Landschaft verändert sich hier ziemlich schnell und es gibt immer etwas faszinierendes zu sehen - entweder ist es das Meer mit seinen bezaubernden Küstenformen, der Regenwald, die (schneebedeckten) Berge, kristallblaue Seen und vieles mehr.

Auf zum nächsten Abenteuer!

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